König Lear

Die Arbeit König Lear wurde vom Künstler in der traditionellen Technik der Palecher Lackminiaturmalerei in Eitempera unter Verwendung von Gold und Silber ausgeführt. Die Arbeit vereinigt Motive aus W. Shakespeares Tragödie König Lear. Der Komposition, dem Bildaufbau, liegt das Pathos der erhabenen Tragödie, des menschlichen Dramas, der spannungsgeladenen Psychologie zu Grunde.

Schatulle, 1994
15 × 32 × 14 cm

Auf allen fünf Seiten dieser von der Form her originellen Schatulle entfaltet sich allmählich und folgerichtig das Wesen und der Sinn der Tragödie. Das Werk ist weltweit bekannt, und es besteht keine Notwendigkeit einer Nacherzählung. Die wesentlichen Momente dieses Dramas sind die Bedeutungsknoten aller fünf Kompositionen, die Apotheose der ganzen dramatischen Bildreihe aber ist die Komposition auf dem Deckel der Schatulle, deren Basis der Aufruf des dem Wahnsinn nahen Lear an alle Naturkräfte ist (an Sturm, Regen, Gewitter), für alle niederträchtigen Laster aller und für Alles zu bestrafen.

Der szenische Urgrund der Tragödie hat dem Künstler die Prinzipien des kompositorischen Aufbaus aller Szenen diktiert, der genauen Akzente, die die Eigenart jeder der fünf Kompositionen als theatralische Handlung bestimmen.